In diesem Tutorial wollen wir uns heute einmal eine der Geheimwaffen von Adobe Photoshop anschauen, wenn es um das Thema scharfe Landschaftsfotos und Macrofotos geht: das sogenannte Focus Stacking.
Mit wenigen Clicks sehr einfach umzusetzen mit genialen Ergebnissen.

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#1 – Was ist Focus Stacking?

Der Begriff „focus stacking“ lässt sich am besten mit “Fokus Stapelung“ übersetzen. Des Weiteren wird dafür auch der Begriff Schärfentiefeerweiterung oder deep focus fusion (DEF) verwendet.
Focus Stacking ist eine Kombination aus fotografischer Aufnahme- und digitaler Bildbearbeitungstechnik.

Das Grundprinzip und die Umsetzung davon sind im Grunde sehr sehr einfach, das Ergebnis dafür ist um so genialer.

#2 – Wie funktioniert Focus Stacking

In der Landschaftsfotografie möchte man natürlich vor allem eins: knackscharfe Landschaftsfotos vom Vordergrund bis zum Hintergrund.

Das erreicht man am Besten, wenn man die sogenannte hyperfokale Distanz berechnet und das Objektiv auf diese Distanz scharf stellt. Dadurch erhält man die maximale Schärfentiefe im Bild. Um die hyperfokale Distanz zu berechnen verwenden wir gerne die App Hyperfocal PRO. Wer tiefer in die Materie zur hyperfokalen Distanz einsteigen möchte, dem empfehle ich unseren detailierten Beitrag dazu. Diesen findest du hier.

Je nach Motiv ist es aber dennoch so, dass der Vordergrund trotzdem leicht unscharf abgebildet wird, wenn dieser zu nah an deiner Kamera ist. Um das Auszugleichen kommt das Focus Stacking ins Spiel.

Dafür mache ich eine weiteres Bild, bei dem ich nun explizit auf den Vordergrund scharf stelle. Der Hintergrund wird dadurch aber unscharf. Durch diese beiden aufgenommenen Fotos erhalten wir also eine Bilderreihe. Photoshop kann nun bei beiden Bildern die scharfen Bildelemente der Fotoreihe berechnen und „stapelt“ daraus ein neues Bild. Genau diesen Prozess bezeichnet man als Foto Stacking.Wer auf Nummer sicher gehen möchte kann natürlich auch mehr als zwei Fotos machen, wobei auf den Hintergrund, den Mittelgrund und den Vordergrund scharf gestellt wird.

Wie du genau vorgehst um perfekte, maximal scharfe Landschaftsfotos hinzubekommen erklären wir dir ausführlich in unserem Video: „5 Tipps für super scharfe Landschaftsfotos“.

#3 – Focus Stacking in Photoshop

Zuerst müssen wir die Bilderreihe in Photoshop importieren. Diese Bilder sollten zu vor in Adobe Lightroom oder im Adobe RAW Converter farblich aufeinander angepasst und synchronisiert worden sein, da dies ansonsten im späteren Verlauf des Prozessen zu ungewünschten Bild- und Farbfehlern führen könnte.

Auf dem ersten Bild sehen wir, dass der Hintergrund perfekt scharf fokussiert ist, der Vorgrund ist leicht unscharf. Beim zweiten Bild ist es genau anders herum.

Beide Bilder müssen nun in einer Bearbeitungsdatei zusammengefügt werden.
Dafür gehen wir auf: Datei → Automatisieren → Photomerge
„Auto muss ausgewählt sein“
Wir klicken auf „geöffnete Dateien hinzufügen“. Dadurch werden die zuvor importierten Bilder hinzugefügt.
Alle unten stehenden Funktionen müssen deaktiviert sein.
Auf „OK“ klicken.

Photoshop erstellt eine neue Datei, ein unbenanntes Panorama, da die letzten Schritte auch beim sogenannten Panorama-Stitching angewendet werden. An den Seiten können transparente Bereiche erscheinen. Diese entstehen dadurch, dass die aufgenommenen Bilder leicht von einander abweichen. Durch die Photomerge Funktion werden die Bilder von Photoshop analysiert und perfekt ausgerichtet. Dadurch können minimal Bildinhalte verloren gehen, was aber nicht weiter dramatisch ist und mit dem Freistellwerkzeug problemlos angepasst werden kann.

Wichtig ist nun, dass man beide Ebenen auswählt. Dies erreicht man durch gleichzeitiges Drücken der linken Maustaste und der Shift-Taste.

Alles was wir jetzt noch tun müssen ist auf
Bearbeiten → „Ebenen automatisch überblenden“ zu gehen.
Hier wählen wir die Funktion „Bilder stapeln“ aus, was im Endeffekt den Prozess des Focus Stackings initiieren wird.
„Nahtlose Töne und Farben“ sollten angeklickt sein.
Mit „OK“ bestätigen.

Photoshop erstellt dadurch für beide Bildebenen Ebenenmasken, in welchen die scharfen Bildelemente jeweils eingeblendet bzw. die unscharfen Elemente ausgeblendet werden. Und fertig ist das Focus Stacking in der Landschaftsfotografie.

Wie oben bereits erwähnt funktioniert diese Technik für eine beliebig große Bilderreihe. In der Landschaftsfotografie erzielt man aber in der Regel mit 2-3 Bildern bereits sehr gute Ergebnisse.

Focus Stacking – Finales Bild aufgenommen in Irland – Cape Clear


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