Equipment Tipps
für Fotografen

Ausrüstung, Zubehör, Equipment:

Ein unvergesslicher Sonnenuntergang am Strand oder das Lachen eines geliebten Menschen – mithilfe deiner Kamera kannst du besondere Momente dauerhaft festhalten und sie so immer wieder erleben. Wenn auch du gerade dabei bist, dir deine erste Fotoausrüstung zuzulegen, stellt sich jedoch die Frage, worauf du dabei keinesfalls verzichten solltest.

Wir helfen dir dabei zu erkennen, was du beim Start wirklich brauchst, um das Fotografieren zu genießen und Bilder zu machen, auf die du noch Jahre später mit Stolz zurückblicken wirst.

Das Stativ

Hast du dir erst mal eine gute Kamera zugelegt, wirst du schon bald merken, dass bei regelmäßigen Fotosessions ein gutes Stativ nicht fehlen sollte. Das gilt insbesondere für Landschaftsfotografien und Architekturfotografie.

Mithilfe des Standfußes kannst du ganz einfach dafür sorgen, dass es nicht zu ungewünschten Bewegungen während der Aufnahme kommt und deine Bilder unscharf werden.

Oft reicht ein kleiner Wackler aus und schon wird die Aufnahme nicht mehr exakt und verwackelt stattdessen. Vor allem in der Architekturfotografie oder auch bei anderen statischen Motiven sollte der optimale Schärfegrad der Aufnahme erreicht werden, um die bestmögliche Bildqualität zu erzielen. Aber nicht nur dafür ist ein Stativ die optimale Lösung, auch wenn du Serienaufnahmen planst, bei denen du immer die exakt gleiche Einstellung benötigst, sollte ein gutes Stativ nicht fehlen. Doch was genau zeichnet ein solches aus?

Was gilt es beim Stativkauf zu beachten?

Möchtest du dir ein eigenes Stativ zulegen, so solltest du bereits am Anfang den Fehler vermeiden und ein zu günstiges Modell wählen. Diese sind meistens zu leicht bzw. aufgrund der mangelnden Qualität zu unstabil, wodurch du ebenso gut ohne Stativ fotografieren könntest. Achte bei der Wahl des richtigen Stativs daher unbedingt darauf, dass dieses zumindest 1,5  kg wiegen sollte. Hast du vor, dein Stativ recht regelmäßig zu verwenden, so sollte dieses unbedingt über eine Schnellkupplungsplatte verfügen, dank der du die Kamera ohne Probleme auf dem Stativ befestigen kannst und sie im Handumdrehen auch wieder herunter bekommst.

Meine Empfehlung sind die Stative von Rollei. Im Video erkläre ich dir warum:

Einbeinstativ

Machst du dich auf die Suche nach dem richtigen Stativ, so werden dir einige Sonderformen begegnen und eine davon ist das sogenannte Einbeinstativ. Dieses besteht, wie der Name bereits sagt nur aus einem Bein, wodurch die Kamera dauerhaft mit den Händen gehalten werden muss, damit das Stativ nicht umfällt. Dennoch kann auch diese Variante eine große Erleichterung sein, um das Gewicht eines besonders großen und schweren Objektivs abzuschwächen. Vorteil der Rollei-Stative: sie lassen sich auch schnell und einfach zum Einbeinstativ umbauen.

Stativköpfe

Möchtest du lieber von Anfang an in ein sehr gutes bzw. vielleicht sogar professionelles Stativ investieren, so solltest du wissen, dass in diesem Bereich Stativköpfe und die Stative oftmals getrennt voneinander verkauft werden. Bei den Stativköpfen kannst du dabei aus folgenden Varianten wählen:

  • Kugelkopf: diese Variante verfügt über eine arretierbare Kugel, dank der die Kamera in jede erdenkliche Richtung bewegt werden kann
  • Drei-Wege-Neiger: dieses Modell ist mit mehreren Hebeln ausgestattet, dank derer sich jeder Achse individuell einstellen lässt, wodurch ein besonders genaues Arbeiten möglich ist
  • Fluid-Neiger: möchtest du dein Stativ in erster Linie dazu verwenden, um Videos aufzunehmen, so ist diese Variante die perfekte Wahl, da Schwenkbewegungen abgedämpft werden
  • Gimbal-Head: diese Ausführung sollte vor allem bei besonders großen Tele objektiven gewählt werden
  • Panorama-Kopf: dieses Modell sorgt bei mehrteiligen Panoramaabbildungen für die richtige Perspektive

Der Fernauslöser

Dieses Hilfsmittel wirst du sehr schnell zu schätzen lernen.

Eine gute Erweiterung zum Stativ ist der sogenannte Fernauslöser, mit dem es ganz einfach möglich ist, den Auslöseknopf zu betätigen, ohne die Kamera selbst berühren zu müssen.

Auf diese Weise wird möglichen Verwacklungen noch effektiver vorgebeugt. Mit den sogenannten automatischen Intervallauslösern, ist es zum Beispiel auch möglich innerhalb von 60 Minuten 24 mal ein Bild aufzunehmen. Vor allem bei besonders schnellen Bewegungsabläufen oder mehreren aufeinanderfolgenden Bildern, die immer mit der gleichen Einstellung aufgenommen werden sollen, ist ein solcher Fernauslöser die optimale Wahl. Oder wenn du vor hast eine Timelapse zu erstellen. Ich kann den Kabelauslöser von JVC sehr empfehlen:

Kabel-Auslöser

Meine Empfehlung: der Kabel-Auslöser von JJC
Achtung: unbedingt darauf achten den richtigen für das eigene Kameramodell zu kaufen. In der Artikelbeschreibung von Amazon stehen die Kameramodelle.

Canon    Nikon    Sony E    Sony A

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Filtersysteme

Waren verschiedene Filter in der Zeit der analogen Fotografie noch die einzige Möglichkeit, um eine gewünschte Farbstimmung zu erzeugen, so ist das mittlerweile nicht mehr der Fall. Digitale Aufnahmen können ganz einfach direkt an der Kamera oder auch in der Nachbearbeitung stimmungsvoll verändert werden und dabei ist egal, ob du gerade erst mit der Fotografie begonnen hast oder dich schon länger kreativ auf diesem Feld betätigt.

Dennoch gibt es auch noch in der digitalen Fotografie einige Möglichkeiten, um Filter sinnvoll einzusetzen und diese stellen wir dir nun vor:

UV Filter und Schutzfilter

Wie sich bereits am Namen erkennen lässt, soll mithilfe des UV-Filters der sogenannte UV-Anteil im Licht gesenkt werden. Dieser kann manchmal einen leichten Blaustich auf den Fotografien verursachen, der als störend empfunden wird. Hast du dir jedoch eine gute Kamera zugelegt, so wirst du diesen Filter wahrscheinlich nicht verwenden müssen, da Objektive der neuen Generation kaum bis gar kein UV-Licht durchlassen. Ganz im Gegenteil:

die zusätzliche Gasfläche vor dem Objektiv kann dafür sorgen, dass unschöne Reflexionen auftreten, die das Bild stören. Deshalb raten wir von UV-Filtern ab!

Graufilter oder Neutraldichtefilter

Beim Graufilter oder auch Neutraldichtefilter sieht das Ganze hingegen schon anders aus, denn in einigen Situationen wird es vielleicht passieren, dass das Licht einfach viel zu hell ist, um die gewünschten Aufnahmen machen zu können. Möchtest du zum Beispiel tagsüber mit sehr langen Verschlusszeiten experimentieren oder ist die kürzeste Belichtungszeit noch immer zu lang, solltest du einen Graufilter einsetzen. Ich empfehle dir die Graufilder von Haida, die für mich das beste Preis-Leistungsverhältnis haben. Wichtig ist hierbei, dass du die Filtergröße passend zum Filterdurchmesser deines Objektivs kaufst:

Graufilter von Haida

Verlaufsfilter

Verlaufsfilter sind dafür geeignet, um große Helligkeitsunterschiede auszugleichen. Vor allem in der Landschaftsfotografie ist dieses Phänomen häufig zu beobachten, dass eine schöne Abendstimmung am Himmel abgebildet wird, der Rest der Landschaft jedoch sehr viel dunkler erscheint.

Ich persönlich verwende keine Verlaufsfilter, da ich diese schlichtweg nicht benötige. Denn für 8 von 10 Aufnahmen ist das Foto aus der Kamera gut genug und für zu große Kontraste mache ich einfach ein HDR.

Aus diesem Grund werde ich auch keine Empfehlung aussprechen, da für mich Verlaufsfilter nur störendes Glas vorm Objektiv sind.

Polarisationsfilter

Der Polarisationsfilter, auch Polfilter genannt, sorgt dafür, dass unangenehme Reflexionen wie zum Beispiel Spiegelungen auf Glasscheiben oder auf dem Wasser gefiltert werden.

Aber auch glänzende Haut wird dadurch abgeschwächt und Farben werden durch den Polfilter verstärkt. Dieser besondere Filter sorgt dafür, dass nur das Licht in einer Schwingungsrichtung von dem Objekt reflektiert und abgebildet werden kann. Wenn du besonders stimmungsvolle Naturaufnahmen machen möchtest, kann es durchaus empfehlenswert sein, mit diesen Filter zu experimentieren. Insbesondere um den Himmel Kontrastreicher und gesättigter abzubilden. Auch in Sachen Polarisationsfilter setze ich auf Haida.

Filtersysteme

Filter gibt es nicht nur in runder Form zum anschrauben…

  • Schraubfilter: es handelt sich hierbei um einen Filter, der in einer runden Metallfassung verbaut ist und direkt auf das Objektiv gesetzt werden kann. Dieser Filtertyp ist besonders unkompliziert anzuwenden und gehört daher auch zu den beliebtesten in der Hobbyfotografie.
  • Hinterlinsenfilter: diese Filtermöglichkeit kommt bei Ultraweitwinkelobjektiven zum Einsatz, auf deren Frontlinse kein Filter befestigt werden kann.
  • Steckfilter: da große Teleobjektive beim Ändern des Strahlengangs sehr anfällig für Fehler sind, wird bei diesen direkt eine Steckschublade für Filter verbaut.
  • externe Filterhalter: hierbei handelt es sich um eine Halterung für Filter, die direkt am objektiv angebracht werden kann

Objektiv-Adapter

Objektivadapter haben insb. durch die wachsende Nutzung von spiegellosen Kamerasystemen enorm an Bedeutung gewonnen.

Ein Objektivadapter sorgt dafür, dass du Fremdobjektive an der Kamera anbringen kannst.

Auf diese Weise ist es möglich, je nach Motiv und deinem individuellen Wunsch das passende Modell zu wählen und Objektive zu verwenden, die eigentlich zu einem anderen Kamerasystem gehören.

Die einfachste Variante stellt dabei der sogenannte mechanische Adapterring dar. Zwar wird der Autofokus sowie die automatische Blenden-Einstellung bei der Verwendung eines solchen nicht übernommen, vor allem bei alten Objektiven, die über solche Funktionen nicht verfügen, ist das aber kein Problem.

Möchtest du auch in Sachen Autofokus die bestmögliche Lösung, dann empfehle ich folgendes:

  • Für die Nutzung von Canon-Objektiven an Sony E-Mount Kameras empfehle ich den MC-11 Adapter von Sigma (sofern kompatibel mit dem Objektiv) oder andernfalls den etwas teureren von Metabones.
  • Für die Nutzung von Nikon-Objektiven an Sony E-Mount Kameras empfehle ich den Adapter von Commlite.

Hier sieht man die Verwendung eines Canon-Objektivs an einer Sony-Kamera mittels Adapter:

Sony A7II metabones smart adapter IV

Speichermedien

Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um entstehende Fotos digital zu speichern. Hierbei profitiert die Digitalfotografie im großen Maße von der innovativen Computertechnik unserer Zeit. Je nach Kameratyp und individuellen Wunsch ist es so möglich, die perfekte Speichermöglichkeit zu finden.

Grundlegendes zu Speicherkarten

Natürlich unterscheiden sich die Speicherkarten zum Teil sehr stark in Kapazität und Geschwindigkeit voneinander, was sich wiederum stark auf den Preis des jeweiligen Modells auswirkt. Entscheidest du dich für eine schnelle Karte, so kannst du nicht nur besser Serienaufnahmen machen, sondern die Bilder lassen sich auch schneller auf den Computer übertragen.

Secure Digital (SD)

Diese Speicherkarte ist nicht nur günstig, sondern sie verfügt auch über eine Verschlüsselungsfunktion, die es ermöglicht, die sensiblen Daten zu schützen. Zudem ist sie in verschiedenen Größen und auch Geschwindigkeiten erhältlich, wodurch sie sich bei Hobbyfotografen großer Beliebtheit erfreut.

Ich empfehle die Transcend SDXC/SDHC UHS-II U3 EXTREME:

Transcend SD-Karten

CompactFlash

Zwar wird diese Speicherkarte vor allem im Profi-Bereich noch immer gerne verwendet, doch sie ist nicht besonders schnell und die Technik scheint hier mittlerweile an ihre Grenzen gestoßen zu sein, weshalb die CompactFlash immer weniger verwendet wird.

CFast

Dieses Speichermedium ist in zwei verschiedenen Varianten erhältlich und setzt wie zum Beispiel auch eine Festplatte auf dem SATA-Protokoll auf.

UFS

Es handelt sich hierbei um einen Speicherkartenstandard, der im Jahr 2016 eingeführt wurde. Diese Speicherkarte ist um einiges stromsparender und auch schneller als die Micro-SD-Karte und ebenfalls sehr klein.

Deine Fototasche

Wenn du gerne fotografierst, dann möchtest du es wahrscheinlich immer und überall tun. Zu diesem Zweck ist eine gute Fototasche, in der du dein gesamtes Equipment verstauen kannst, unbedingt notwendig. So sorgst du dafür, dass du deine Kamera immer bei dir hast und diese gut vor Stößen oder schlechten Wetterbedingungen geschützt ist. Dazu solltest du jedoch darauf achten, dass deine Fototasche über einen Reißverschluss verfügt und einige weitere Bedingungen erfüllt.

Größe

Bei der richtigen Größe der Kameratasche solltest du zunächst darauf achten, dass dein gesamtes Equipment und vielleicht auch weitere Anschaffungen darin Platz finden. Dennoch ist es wichtig, dass du deine Tasche leicht transportieren kannst und du dich gut mit dieser bewegen kannst.

Im Flugzeug

Bist du im Flugzeug unterwegs, ist es absolut empfehlenswert, deine Kamera als Handgepäck bei dir zu tragen. Damit du keine bösen Überraschungen beim Einchecken erlebst, darf die Tasche nicht größer sein, als ein Handgepäcksstück.

Fotorucksack

Fotorucksäcke erfreuen sich vor allem in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit, da du mit diesen unbeschwert in der Natur unterwegs sein kannst und deine Hände frei hast. Bist du jedoch in einer Stadt unterwegs, kann genau das gefährlich sein, denn Diebe haben eventuell freien Zugriff auf deine teure Fotoausrüstung. Je nach individuellem Geschmack und vielleicht auch Verwendungszweck, solltest du dich daher für einen Fotorucksack oder eben eine Fototasche entscheiden. Empfehlen kann ich die Lowepro-Flipside Rucksäcke. Diese haben nämlich den Reißverschluss zur Öffnung am Rücken und sind daher besonders diebstahlsicher:

Gewicht beachten

Je mehr Spaß du an der Fotografie hast, umso größer wird deine Kameraausrüstung werden. Das ist gut so, allerdings solltest du auch an deinen Rücken denken. Bist du nämlich im Freien unterwegs und das vielleicht auch noch über Stunden hinweg, ist es wichtig Rückenschmerzen zu vermeiden. Ein Hüftgurt kann zu diesem Zweck die perfekte Lösung sein. Aber auch Ausgleichssport bzw. Rückengymnastik bringen deinen Rücken in Form und du bist auch für längere Touren gerüstet.

Ein Hinweis noch: die auf dieser Seite verwendeten Links sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht. D.h. es macht für dich überhaupt keinen unterschied. Ich empfehle dir hier zudem nur Produkte, die ich selbst verwende und würde NIEMALS irgendetwas empfehlen, dass ich nicht gut finde!  

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Dieses Equipment verwende ich

Kameras:

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Objektive:

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SONY SEL-14TC 1.4x Telekonverter  http://amzn.to/2yBxbzL
SONY FE 35 mm F2,8  https://amzn.to/2Llk2Vm
CANON 16 – 35 mm F4  https://amzn.to/2zSi6zi
Sigma Mount Converter MC-11  https://amzn.to/2zQEJE1

Zubehör:

Rollei C6i – Stativ  https://amzn.to/2zLRX50
SONY Batteriegriff VG-C2EM  http://amzn.to/2fHyRDR
SONY Ladegerät BC-VW1  http://amzn.to/2kbRT6V
Fernauslöser JJC TM-F2  https://amzn.to/2zQSClK
ND-Filtersatz HAIDA Slim PRO II  https://amzn.to/2zSLRzW

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