Das Meer ist ein wunderbarer magischer Ort, für jeden Landschaftsfotografen. Es ist aber vor allem ein toller Spielplatz um mit allen Arten von Langzeitbelichtungseffekten zu experimentieren und es ist deshalb auch kein Wunder, dass so viele Fotografen mit Begeisterung versuchen tosende Wellen in seidige Teppiche zu verwandeln. Denn es macht einfach mega Spaß!

Diesen wunderschönen Look zu erzeugen bei dem die Wellen im Meer sanft-seidig und dynamisch zugleich aussehen ist gar nicht so schwer und ich zeige dir jetzt in 5 Schritten, wie dir das gelingt.

Wenn dir das Video gefällt, gib mir doch einen Daumen hoch und abonniere den Kanal! Unterm Video habe ich alle Tipps nochmals für dich verschriftlicht:

 

Tipp #1 – Die Basics

Die Kamera sollte auf den RAW-Modus und eine möglichst geringe ISO eingestellt sein – das versteht sich eigentlich von selbst. Das A und O um Bewegungen dynamisch Festzuhalten ist immer die Belichtungszeit, die du an deiner Kamera einstellst. Das gilt nicht nur für Meeresfotos, aber gerade hier haben kleine Anpassungen oft große Wirkung.

Ich empfehle dir mit einer Verschlusszeit zwischen 1/5 sec und 2 Sekunden zu starten und dich dann durch ausprobieren der geeigneten Zeit zu nähern.

Wenn du zu kurz belichtest sieht das Wasser sehr statisch und langsam aus. Belichtest du sehr lang geht das auf Kosten der Dynamik und alles wird zu einer milchigen Masse. Ich persönlich mag diesen Effekt zwar auch, aber darum geht es in diesem Video nicht. Wir möchten ja die Dynamik erhalten. Daher bitte Verschlusszeiten zwischen ¼ und 2 sec. Das ist dein Sweet-Spot! Somit sehen wir Bewegung im Wasser, erhalten aber immer noch die Details die nötig sind um die Dynamik zu erreichen, wie auf dem folgenden Foto zu sehen, welches ich in England am St. Micheal’s Mount gemacht habe – ein faszinierender Ort:

 

St. Michael’s Mount, Cornwall, England, 2015

St. Michael’s Mount, Cornwall, England, 2015

 

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Tipp #2 – Fotografiere mit Stativ

Ich nehme an du bist kein Roboter. Daher wird es dir nicht gelingen mit diesen Verschlusszeiten von Hand zu fotografieren. Deswegen unbedingt mit einem Stativ  fotografieren, das auch robust sein sollte, damit die Aufnahmen verwacklungsfrei und scharf werden. Spare auf keinen Fall an deinem Stativ!

Solltest du am Strand fotografieren kannst du es auch zusätzlich in den weichen Sand drücken, damit es ausreichend Halt hat.

Mein Tipp aus langer (und schmerzhafter) Erfahrung mit schlechten Stativen sind die Stative von Rollei, die richtig gut und günstig sind:

 

Rollei-Stativ mit Panorama-Kugelkopf

 

Tipp #3 – Ausreichend Dunkelheit per ND-Filter

Um bei Tageslicht die gewünschten Belichtungszeiten verwenden zu können wirst du einen ND-Filter benötigen.

Wenn es dunkler ist, z.B. zur blauen oder goldenen Stunde, dann geht es auch ohne. Beim ND-Filter empfehle ich direkt einen Satz aus 2 bis 3 Filtern mitzunehmen mit verschiedenen Stärken. Dann bist du auf der sicheren Seite. Das sind die Filtersätze, die ich verwende:

 

HAIDA Slim PRO II Digital MC Neutral Graufilter Set

 

Tipp #4 – Perfektes Timing dank Fernauslöser

Ich empfehle dir einen Fernauslöser zu verwenden. Somit kannst du verwacklungsfreie Aufnahmen auf Knopfdruck machen, ohne die Kamera berühren zu müssen. Natürlich könntest du auch den Selbstauslöser deiner Kamera verwenden, dieser löst aber erst nach einer gewissen Verzögerung aus. Damit überlässt du dann alles dem Zufall. Das ist mein Fernauslöser. Er ist günstig und lässt sich ein- und ausschalten, was viele Fernauslöser nicht erlauben:

Fernauslöser JJC TM-F2 für Sony

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die tollsten Bilder entstehen, wenn die Welle bzw. Gischt gerade komplett auf den Strand gekommen ist und schon wieder den Rückweg auf das Meer antritt.

Aber das ist natürlich auch Geschmackssache und kann durch Probieren ermittelt werden.

 

Tipp #5 – Maximale Dynamik durch natürliche Hindernisse

Du wirst feststellen, dass die schönsten Bilder dann entstehen, wenn dass Wasser mit irgendetwas interagiert. So bei dem Foto unten, wenn das Wasser auf die Felsen prallt.

Diese natürlichen Helfer solltest du allerdings mit Bedacht wählen, und dafür sorgen, dass sie sich optimal in die Gesamtkomposition deiner Fotografie einfügen.

 

Cape Clear, Ireland, 2018

 

Das sind sie, die 5 Schritte zum optimalen Landschaftsfoto am Meer. Nicht vergessen: Übung macht den Meister. Nutze deshalb diese Tipps als Basis und mach dann dein eigenes Ding daraus!

 

Tipp #5 1/2 – Achtsamkeit

Lass dir Zeit. Lege die Kamera auch mal zur Seite und genieße einfach den Moment und warte auf die nächste spannende Lichtstimmung!

 

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